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Die
Teepflanzenarten
Die Teepflanzen gehören zur Gattung der Kameliengewächse. Der
botanische Name
beider Stammpflanzen lautet Camelia sinensis (früher Thea sinensis)
für den China-Tee und Camelia assamica (früher Thea assamica) für die
Assam-Teepflanze. Aus beiden Teepflanzen wurden nach und nach diverse
neue Arten kultiviert, z. B. die Camelia japonica Teepflanze, die vor
allem in ihrem Heimatland Japan bestens gedeiht.
Anbaugebiete
Die Hauptanbaugebiete
für grünen Tee sind heute in China, Japan und Taiwan (Formosa). Weitere Anbaugebiete
finden sich auf Ceylon/Sri Lanka, Java, Sumatra, Teilen von Afrika und
den GUS-Staaten.
Die
Herstellung von grünem Tee
Für grünen Tee ist es
wichtig, dass die Blätter schnellstmöglich in die Fabrik zur weiteren
Verarbeitung gelangen.
Blätter des grünen Tees lässt man in der Regel nicht welken. Im
Gegensatz zum Schwarzen Tee wird eine Fermentierung des grünen Tees
weitgehend vermieden oder nach kurzem Anfermentieren unterbrochen. Dies
geschieht, indem die Teeblätter kurzzeitig stark erhitzt, mit kochendem
Wasser abgebrüht, mit Wasserdampf behandelt oder je nach Anbaugebiet
auch geröstet werden, um damit Bakterien und Enzyme (Fermente)
abzutöten. Damit wird verhindert, dass die Hunderte von Inhaltsstoffen
eine chemische Reaktion mit Sauerstoff eingehen können. Egal welcher
Behandlung die Teeblätter unterzogen werden, der grüne Tee behält
immer seine dunkel- bis olivgrüne Farbe. In den Teeblättern bleibt der
Saft der frischen Blätter erhalten und kann sich in der Tasse
natürlich und unverfälscht entfalten. Die Heilwirkung bleibt erhalten
und kann in den unterschiedlichen Rezepturen aktiv werden.
Die
Fermentierung
Da der grüne Tee auf den
langen Seewegen von China und Indien im 18. Jahrhundert oftmals
verdorben am Bestimmungsort ankam, mussten sich die Teehändler etwas
einfallen lassen. Chemiker fanden die Lösung für diese Problem. Sie
sorgten dafür, dass der Saft der Teeblätter in einer heißen Umgebung
mit reichlich Sauerstoff in Berührung kam. Dieser chemische Prozess -
die Fermentation - machte den Tee haltbarer und für den europäischen
Geschmack vollkommen.
Inhaltsstoffe
| Alkaloide |
Koffein,
Adenin, Theophyllin, Theobromin |
| Gerbstoffe |
Tannin, (+)-Catechin,
(-)-Epicatechin, (-)-Epigallocatechin, (+)-Gallocatechin |
| Ätherische
Öle und Aromastoffe |
über 300
Substanzen |
| Mineralien
und Spurenelemente |
Mangan, Kalium,
Calcium, Zink, Jod, Kupfer, Phosphat, Fluorid, Aluminium |
| Peptide |
Gluthation |
| Vitamine |
Vitamin B-, C-,
und E-Komplexe, Nikotinsäure, Pantothensäure,
Kapillarschutzstoffe |
| Aminosäuren |
Theanin
(Glutaminsäure) |
| Weitere
Substanzen |
Zellulose,
Fettstoffe, Harnstoffe, Wachs, Saponine, Lipoxigenase-Hemmstoffe
Carotinoide, Flavonglykoside |
Koffein
Koffein und Gerbstoffe
sind die bekanntesten Inhaltsstoffe der Teeblätter. Das Koffein hat
eine stimulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, vor allem auf
die Großhirnrinde.
Heilwirkung
Ein hoher Gehalt an Fluor
im Tee sorgt für eine karieshemmende Wirkung. Grüner Tee enthält
außerdem mehrere antibakterielle Verbindungen. Wie japanische Studien
ergaben, kann bereits eine Tasse grünen Tees die Karieserkrankung um 50
% vermindern. Das Kariesbakterium Streptococcus mutans kann unter
Kontrolle gehalten werden, indem man den Mund nach den Mahlzeiten mit
grünem Tee spült.
Dr. Hayashi konnte
nachweisen, dass die im grünen Tee enthaltenen Tanninverbindungen mit
radioaktiven Stoffen wie Strontium 90 eine chemische Verbindung eingehen
und aus dem gefährlichen Stoff eine für den Körper harmlose Substanz
bilden, welche mit dem Urin wieder ausgeschieden werden kann.
Im größten
Teeanbaugebiet Japans, Shizuoka, gibt es die niedrigste Krebshäufigkeit
und Krebssterblichkeit. Magenkrebs ist in dieser Gegend nahezu unbekannt
was auf den großen pro Kopfverbrauch von grünem Tee zurückgeführt
wird. Freie Radikale im Körper eines Menschen können für die
Entstehung von Krebs verantwortlich sein. Bei freien Radikalen handelt
es sich um einzelne Sauerstoffatome, welche auf der Suche nach
Substanzen sind, mit denen sie eine Verbindung eingehen können. Durch
diese Verbindungen entstehen im Körper zahlreiche schädliche Stoffe.
Der grüne Tee verfügt über eine antioxidierende Eigenschaft. Darunter
ist zu verstehen, dass die freien Radikalen abgefangen und unschädlich
gemacht werden.
Aus den Teeblättern des
grünen Tees konnte ein kompliziertes Molekül, das Polyphenol
Epigallocatechingallat (EGCG) isoliert werden. Bei Studien mit
krebskranken Menschen stellte sich heraus, dass es sich bei diesem
Molekül um einen antikanzerogenen Stoff handelt. Es ist aufgrund
wissenschaftlicher Studien bewiesen, dass EGCG eine wirksame Prävention
gegen Krebs hat. Eine Aussage des Internationalen Krebssymposiums in
Washington D. C. lautet: "Grüner Tee ist die günstigste und
effizienteste Möglichkeit der Krebsvorbeugung." (!)
Grüner Tee löst selbst
bei Personen mit einer Koffeinallergie keine allergische Reaktion aus.
Grüner Tee kann zur Linderung bei akuten allergischen Anfällen
eingesetzt werden. Das im grünen Tee enthaltene Spurenelement Mangan
senkt den Blutzuckerspiegel und führt dazu, dass eine Allergie zum
Stillstand gebracht wird.
Zubereitung
von grünem Tee
Achten Sie bei der
Zubereitung von grünem Tee darauf, dass Sie keinesfalls kochendes
Wasser verwenden. Die meisten Sorten grünen Tees sollten mit 70 -80 Grad
heißem Wasser aufgegossen werden. Bei manchen exquisiten Teesorten ist
sogar eine noch niedrigere Temperatur zu verwenden. Nehmen Sie pro Tasse
ca. einen gestrichenen Teelöffel Tee. Lassen Sie den Tee je nach Sorte
zwischen 30 Sekunden bis ca. drei Minuten ziehen, um ein anregendes Getränk zu erhalten. Bis zur Dauer
von etwa zwei Minuten wird das meiste Koffein des Tees und nur wenig
Gerbstoffe aus den Blättern gelöst. Lassen Sie den Tee länger als
zwei Minuten ziehen, werden mehr Gerbstoffe aus den Blättern gelöst.
Dies führt dazu, dass das Koffein vom Körper nicht so schnell
aufgenommen wird. Die Aufnahme dauert länger, die anregende Wirkung
hält länger an.
Pestizide
im Tee
Obwohl sie gering dosiert werden,
finden sich in vielen Tees Rückstände von Pestiziden, die allerdings fast immer unter
den von der EU festgelegten Maximalwerten liegen. So verteilt sich eine
Menge von 1mg Rückständen pro 1 kg Tee auf 600 (Schwarztee) bis 1.100
(Grüntee) Tassen Getränk. Außerdem ist die Mehrzahl der Pestizide
nicht wasserlöslich und verbleibt beim Aufgießen im Blatt. Tee kann
daher nach wie vor guten Gewissens als gesundes Genussmittel bezeichnet
werden. Auf diese Tatsache wird bei entsprechenden "Test"-Berichten
in der Regel leider nicht hingewiesen. Dieses Verhalten trifft auch auf eine
namhafte deutsche Verbraucherzeitschrift zu, welche grünen
Tee auf Schadstoffe untersucht hat. Das Ergebnis deren Untersuchung hat
keinerlei Aussagekraft.
Bücher
über grünen Tee
Ausführliche
Informationen über grünen Tee finden Sie in den nachfolgend
aufgeführten Büchern. Die Aufzählung ist nicht abschließend.
| Bücher über Tee |
| Titel |
Autor |
ISBN |
| T'u
Ch'uan,
Grüne Wunderdroge Tee |
Aleks
Pontvik (Aleijos) |
3700309147 |
| Der Grüne
Tee |
Peter
Opplinger |
3310002942 |
| Grüner Tee |
Josef
Neumayer |
3453141784 |
| Grüner Tee
- Gesundheit aus der Natur |
Dr. Jörg
Zittlau |
3517080284 |
| Das Buch vom
Tee |
Kakuzo
Okakura |
3458321128 |
| Der
Tee-Kompass |
Rainer
Schmidt |
3774216991 |
| Tee für
Wissensdurstige |
Hellmut
Grösser |
3870140038 |
| Tee trinken |
Wolfgang
Brenneisen |
3823110101 |
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