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Stand: 12.01.2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wissenswertes über grünen Tee

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TeeblattDie Teepflanzenarten
Die Teepflanzen gehören zur Gattung der Kameliengewächse. Der botanische Name beider Stammpflanzen lautet Camelia sinensis (früher Thea sinensis) für den China-Tee und Camelia assamica (früher Thea assamica) für die Assam-Teepflanze. Aus beiden Teepflanzen wurden nach und nach diverse neue Arten kultiviert, z. B. die Camelia japonica Teepflanze, die vor allem in ihrem Heimatland Japan bestens gedeiht. 

TeeblattAnbaugebiete
Die Hauptanbaugebiete für grünen Tee sind heute in China, Japan und Taiwan (Formosa). Weitere Anbaugebiete finden sich auf Ceylon/Sri Lanka, Java, Sumatra, Teilen von Afrika und den GUS-Staaten.

TeeblattDie Herstellung von grünem Tee
Für grünen Tee ist es wichtig, dass die Blätter schnellstmöglich in die Fabrik zur weiteren Verarbeitung gelangen. Blätter des grünen Tees lässt man in der Regel nicht welken. Im Gegensatz zum Schwarzen Tee wird eine Fermentierung des grünen Tees weitgehend vermieden oder nach kurzem Anfermentieren unterbrochen. Dies geschieht, indem die Teeblätter kurzzeitig stark erhitzt, mit kochendem Wasser abgebrüht, mit Wasserdampf behandelt oder je nach Anbaugebiet auch geröstet werden, um damit Bakterien und Enzyme (Fermente) abzutöten. Damit wird verhindert, dass die Hunderte von Inhaltsstoffen eine chemische Reaktion mit Sauerstoff eingehen können. Egal welcher Behandlung die Teeblätter unterzogen werden, der grüne Tee behält immer seine dunkel- bis olivgrüne Farbe. In den Teeblättern bleibt der Saft der frischen Blätter erhalten und kann sich in der Tasse natürlich und unverfälscht entfalten. Die Heilwirkung bleibt erhalten und kann in den unterschiedlichen Rezepturen aktiv werden.

TeeblattDie Fermentierung
Da der grüne Tee auf den langen Seewegen von China und Indien im 18. Jahrhundert oftmals verdorben am Bestimmungsort ankam, mussten sich die Teehändler etwas einfallen lassen. Chemiker fanden die Lösung für diese Problem. Sie sorgten dafür, dass der Saft der Teeblätter in einer heißen Umgebung mit reichlich Sauerstoff in Berührung kam. Dieser chemische Prozess - die Fermentation - machte den Tee haltbarer und für den europäischen Geschmack vollkommen.

TeeblattInhaltsstoffe

Alkaloide Koffein, Adenin, Theophyllin, Theobromin
Gerbstoffe Tannin, (+)-Catechin, (-)-Epicatechin, (-)-Epigallocatechin, (+)-Gallocatechin
Ätherische Öle und Aromastoffe über 300 Substanzen
Mineralien und Spurenelemente Mangan, Kalium, Calcium, Zink, Jod, Kupfer, Phosphat, Fluorid, Aluminium
Peptide Gluthation
Vitamine Vitamin B-, C-, und E-Komplexe, Nikotinsäure, Pantothensäure, Kapillarschutzstoffe
Aminosäuren Theanin (Glutaminsäure)
Weitere Substanzen Zellulose, Fettstoffe, Harnstoffe, Wachs, Saponine, Lipoxigenase-Hemmstoffe Carotinoide, Flavonglykoside
 

TeeblattKoffein
Koffein und Gerbstoffe sind die bekanntesten Inhaltsstoffe der Teeblätter. Das Koffein hat eine stimulierende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, vor allem auf die Großhirnrinde. 

TeeblattHeilwirkung
Ein hoher Gehalt an Fluor im Tee sorgt für eine karieshemmende Wirkung. Grüner Tee enthält außerdem mehrere antibakterielle Verbindungen. Wie japanische Studien ergaben, kann bereits eine Tasse grünen Tees die Karieserkrankung um 50 % vermindern. Das Kariesbakterium Streptococcus mutans kann unter Kontrolle gehalten werden, indem man den Mund nach den Mahlzeiten mit grünem Tee spült.

Dr. Hayashi konnte nachweisen, dass die im grünen Tee enthaltenen Tanninverbindungen mit radioaktiven Stoffen wie Strontium 90 eine chemische Verbindung eingehen und aus dem gefährlichen Stoff eine für den Körper harmlose Substanz bilden, welche mit dem Urin wieder ausgeschieden werden kann.

Im größten Teeanbaugebiet Japans, Shizuoka, gibt es die niedrigste Krebshäufigkeit und Krebssterblichkeit. Magenkrebs ist in dieser Gegend nahezu unbekannt was auf den großen pro Kopfverbrauch von grünem Tee zurückgeführt wird. Freie Radikale im Körper eines Menschen können für die Entstehung von Krebs verantwortlich sein. Bei freien Radikalen handelt es sich um einzelne Sauerstoffatome, welche auf der Suche nach Substanzen sind, mit denen sie eine Verbindung eingehen können. Durch diese Verbindungen entstehen im Körper zahlreiche schädliche Stoffe. Der grüne Tee verfügt über eine antioxidierende Eigenschaft. Darunter ist zu verstehen, dass die freien Radikalen abgefangen und unschädlich gemacht werden.

Aus den Teeblättern des grünen Tees konnte ein kompliziertes Molekül, das Polyphenol Epigallocatechingallat (EGCG) isoliert werden. Bei Studien mit krebskranken Menschen stellte sich heraus, dass es sich bei diesem Molekül um einen antikanzerogenen Stoff handelt. Es ist aufgrund wissenschaftlicher Studien bewiesen, dass EGCG eine wirksame Prävention gegen Krebs hat. Eine Aussage des Internationalen Krebssymposiums in Washington D. C. lautet: "Grüner Tee ist  die günstigste und effizienteste Möglichkeit der Krebsvorbeugung." (!)

Grüner Tee löst selbst bei Personen mit einer Koffeinallergie keine allergische Reaktion aus. Grüner Tee kann zur Linderung bei akuten allergischen Anfällen eingesetzt werden. Das im grünen Tee enthaltene Spurenelement Mangan senkt den Blutzuckerspiegel und führt dazu, dass eine Allergie zum Stillstand gebracht wird.

TeeblattZubereitung von grünem Tee
Achten Sie bei der Zubereitung von grünem Tee darauf, dass Sie keinesfalls kochendes Wasser verwenden. Die meisten Sorten grünen Tees sollten mit 70 -80 Grad heißem Wasser aufgegossen werden. Bei manchen exquisiten Teesorten ist sogar eine noch niedrigere Temperatur zu verwenden. Nehmen Sie pro Tasse ca. einen gestrichenen Teelöffel Tee. Lassen Sie den Tee je nach Sorte zwischen 30 Sekunden bis ca. drei Minuten ziehen, um ein anregendes Getränk zu erhalten. Bis zur Dauer von etwa zwei Minuten wird das meiste Koffein des Tees und nur wenig Gerbstoffe aus den Blättern gelöst. Lassen Sie den Tee länger als zwei Minuten ziehen, werden mehr Gerbstoffe aus den Blättern gelöst. Dies führt dazu, dass das Koffein vom Körper nicht so schnell aufgenommen wird. Die Aufnahme dauert länger, die anregende Wirkung hält länger an. 

TeeblattPestizide im Tee
Obwohl sie gering dosiert werden, finden sich in vielen Tees Rückstände von Pestiziden, die allerdings fast immer unter den von der EU festgelegten Maximalwerten liegen. So verteilt sich eine Menge von 1mg Rückständen pro 1 kg Tee auf 600 (Schwarztee) bis 1.100 (Grüntee) Tassen Getränk. Außerdem ist die Mehrzahl der Pestizide nicht wasserlöslich und verbleibt beim Aufgießen im Blatt. Tee kann daher nach wie vor guten Gewissens als gesundes Genussmittel bezeichnet werden. Auf diese Tatsache wird bei entsprechenden "Test"-Berichten in der Regel leider nicht hingewiesen. Dieses Verhalten trifft auch auf eine namhafte deutsche Verbraucherzeitschrift zu, welche grünen Tee auf Schadstoffe untersucht hat. Das Ergebnis deren Untersuchung hat keinerlei Aussagekraft.

TeeblattBücher über grünen Tee
Ausführliche Informationen über grünen Tee finden Sie in den nachfolgend aufgeführten Büchern. Die Aufzählung ist nicht abschließend.

 Bücher über Tee
Titel Autor ISBN
T'u Ch'uan, Grüne Wunderdroge Tee Aleks Pontvik (Aleijos) 3700309147
Der Grüne Tee Peter Opplinger 3310002942
Grüner Tee Josef Neumayer 3453141784
Grüner Tee - Gesundheit aus der Natur Dr. Jörg Zittlau 3517080284
Das Buch vom Tee Kakuzo Okakura 3458321128
Der Tee-Kompass Rainer Schmidt 3774216991
Tee für Wissensdurstige Hellmut Grösser 3870140038
Tee trinken Wolfgang Brenneisen 3823110101

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